Effektive Selbstverteidigung mit dem Präsidenten des DJJV

22. Nov. 2014 | Events

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums unserer Ju Jitsu Abteilung am 22.11. ein Lehrgang in Bad Mergentheim, unter der Leitung  von Roland Köhler 8. Dan, durchgeführt. Dies war eine besondere Ehre. Zum einen gibt es nur sehr wenige Ju Jutsuka mit einer so hohen Graduierung, zum anderen ist er der Präsident des Deutschen Ju-Jutsu-Verbandes und Bundestrainer Frauen. Hinzu kommt, dass er normalerweise keine Lehrgänge auf Vereinsebene gibt.

Eröffnet wurde der Lehrgang von unserem Abteilungsleiter Hennes Meinikheim 5. Dan, mit die Begrüßung der fast 80 Teilnehmer und Ehrengäste

Zu den Ehrengästen unter den Ju-Jutsuka zählten Volkmar Baumbast 7. Dan – Präsident Ju-Jutsu-Verband Württemberg, Giuseppe D‘Amico 7. Dan mit Familie, Heiko Mitschke 6. Dan,  Patrick Lange 5. Dan – Prüfungsbeauftragter JJVW und Enno Häberlein 4. Dan – Beauftragter Öffentlichkeitsarbeit JJVW. Für die Teilnehmer wäre es schon eine große Ehre gewesen, mit nur einem dieser Anwesenden trainieren zu dürfen. Dass aber gleich so viele versammelt sind, gab es in Bad Mergentheim noch nie.

Außerdem waren Karl Zeller – Ehrenvorsitzender des TV 1862 Bad Mergentheim und Vorsitzender des Fördervereins, sowie Thomas Beiersdorf – erster Vorsitzender des TV 1862 Bad Mergentheim anwesend.

In den Begrüßungsworten erwähnte Hennes Meinikheim, dass am 18. September 1989 das erste Training in der Halle unter der Leitung von Rainer Schulz stattfand. Heute hat die Abteilung gut 240 aktive und passive Mitglieder.

Thomas Beiersdorf überbrachte Glückwünsche der Vorstandschaft des TV und bemerkte, dass der Mauerfall so lange her ist, wie die Gründung der Ju Jitsu Abteilung im TV. Auch für ihn war es eine große Ehre, neben Roland Köhler stehen zu dürfen.

Volkmar Baumbast betonte die  25-jährige Erfolgsgeschichte der Abteilung. Er hob hervor, dass es die größte Ju Jutsu Abteilung in Württemberg ist.

Karl Zeller bekundete seinen Respekt vor dem Trainingseifer, der Disziplinen und der Pünktlichkeit der Ju Jitsuka. Außerdem lobte er Hennes Meinikheim für die gute Leitung der Abteilung.

Roland Köhler bemerkte, dass es Ju Jitsu in Bad Mergentheim schon seit 25 Jahren und den DJJV erst seit 24 Jahren gibt. Er bedankte sich bei Hennes Meinikheim für sein Engagement für den Sport und die Abteilung. Außerdem überreichte er ein Banner als Erinnerung an 25 Jahre Ju-Jutsu.

Das Training stand unter dem Motto „Effektive Selbstverteidigung mal anders“. Es war so aufgebaut, dass es für alle, vom Gelbgurt bis zum 7. Dan, anstrengend und lehrreich war.

Nach lockeren Übungen zum Aufwärmen wurde der richtige Eingang in den Schulterwurf geübt. Damit ist es ohne Probleme möglich, auch doppelt so schwere Angreifer auf die Matte zu werfen. Wenn man sich verteidigen will, reicht dies nicht aus. Der Angreifer würde danach einfach wieder aufstehen und erneut angreifen. Daher wurde anschließend trainiert, den Gegner am Boden so festzulegen, dass man dabei nicht verletzt wird. Dass dies einfacher gesagt als getan ist, bemerkten die Teilnehmer schnell. Roland Köhler betonte, dass es normal sei, in einer Auseinandersetzung auch selbst getroffen zu werden. Oftmals ist es so, dass der Angreifer in einer Haltetechnik noch einen Arm oder ein Bein bewegen kann. Fügt man dem Angreifer aber Schmerzen zu, sobald er versucht etwas mit den freien Gliedmaßen zu machen, wird er davon abgehalten. Daher das Leitmotiv „Kontrolle durch Schmerz“.

Es wurde auch darauf aufmerksam gemacht, dass ein Schlag auf den Bauch oder die Rippen den Angreifer nicht aufhält. Daher sollte immer auf den Kopf oder die Genitalien gezielt werden – am besten abwechselnd, denn beides kann nur schwer gleichzeitig geschützt werden.

Weil man im Training nicht um sein Leben kämpfen muss, ist es oftmals schwierig eine reale Kampfsituation darzustellen, denn man muss keine harten Schläge wegstecken können und auch der Adrenalinpegel ist geringer. Durch die Übungen des Bundestrainers wurden die Teilnehmer aber sehr nahe an eine solche Situation herangeführt und kamen an ihre Grenzen. Bereits nach wenigen Minuten setzte die totale Erschöpfung ein. Wie wurde dies erreicht? Der Trainierende befand sich mit dem Rücken vor einer Wand. Somit konnte er nicht nach hinten ausweichen. Anschließend wurde er mit offenen Handflächen angegriffen. Er durfte die Angriffe jedoch nur abwehren und nicht zurückschlagen. Hielt er dies ca. eine Minute durch wurde er achtmal im Kreis gedreht und anschließend nacheinander von mehreren Angreifern mit Faustschlägen und  Fauststößen angegriffen. Diese Angriffe mussten abgewehrt und der Angreifer zu Boden gebracht werden. Besonders problematisch war es den ersten Angriff abzuwehren, denn es drehte sich noch alles in den Köpfen der Teilnehmer.

Am Trainingsende verließen alle Teilnehmer voller Stolz, mit dem Präsidenten des DJJV und zahlreichen hochgraduierten Dan-Trägern trainiert zu haben, die Matte. 

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